Stud. 50

Hans Otto Geertz

Sprecher der Interessenvertretung Studieren ab 50
Studieren ab 50 - das ist bereits rund 30 Jahren an der Universität Bielefeld möglich. Hans-Otto Geertz ist Sprecher des Projekts "Studieren ab 50". Er erklärt, dass das Angebot einen Teil der wissenschaftlichen Weiterbildung und des lebenslangen Lernens darstellt. Es sei erwiesen, dass Lernen im Alter durchaus möglich ist - es sei sogar förderlich.

Hans-Otto Geertz berichtet außerdem von Hemmungen, die bei vielen vor der Aufnahme eines Studiums auftreten. Das fehlende Abitur sei oft ein Hindernis - zumindest denken das die Interessierten. Doch als Gasthörer - so werden Studierende ab 50 genannt - braucht man weder ein Abitur noch muss man Prüfungen ablegen. Auch sei man nicht zeitlich gebunden oder könne die Fakultäten wechseln. Den Studierenden ab 50 stehen beispielsweise 300 Veranstaltungen der verschiedenen Fakultäten zur Auswahl, bei denen sie gemeinsam mit Regelstudierenden lernen können.

Gerhard Tiemann

Gerhard Tiemann hat sich bei der Eröffnungsveranstaltung von Studieren ab 50 im ersten Semester auch die Aufgaben der Interessenvertretung (IV) angesehen. Nachdem er mit seinen Freunden darüber gesprochen hat, wurde ihm nahegelegt, dass er sich dort engagieren könne. Tiemann rief noch am selben Tag den Vorsitzenden der IV H.-O. Geertz an und bot ihm seine Unterstützung an. Seitdem arbeitet er auch in der IV – bis heute (jetzt als stellvertr. Vorsitzender). Er übernimmt gern Verantwortung und möchte die Interessen der Studierenden ab 50 vertreten.

Auch die Kontakte in die Uni zur Geschäftsstelle für wissenschaftliche Weiterbindung, zum jährlichen Gespräch mit Rektor Prof. Sagerer, zum ASTA etc. motivieren Herrn Tiemann. Die IV hat den Kontakt zu „Studieren ab 50 der Uni Magdeburg“ schon seit vielen Jahren, und dieser wird weiter gepflegt. Neu wurde im letzten Jahr die Beziehung zur Uni Bremen aufgebaut. Der Besuch in der dortigen Seniorenakademie im Weiterbildungsprogramm war sehr informativ und gab Anstöße zu weiteren Dialogen. Den Kontakt zu den Studierenden bekommt er In der Uni-Halle und auf dem gesamten Campus. Es gibt viele Möglich-keiten, Studierende anzusprechen oder sich ansprechen zu lassen. „Mit meiner Extrovertiertheit ist das kein Problem, und ich konnte schon viele Menschen kennenlernen und so manches Gespräch führen – sowohl mit den Studierenden als auch mit den Lehrenden.“ Das Motto von Studieren ab 50 heißt: "Lebenslanges Lernen" - aktuell heißt das : „Die Digitalisierung trifft alle!“ Heute müssen sich alle Studierenden mit der schnellen technischen Veränderung der Medien auseinandersetzen. Natürlich fällt es einigen Studierenden ab 50 schwer, die technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Es gibt Möglichkeiten, eine der Arbeitsgruppen InternetSeniorWeb oder Internet Web 2.0 zu belegen und gemeinsam zu lernen. Darüber hinaus gibt es ein Seminar „Einführung ins EKVV“ (Elektronisches Vorlesungs-verzeichnis). Die Arbeitsweise der 18 AG's erfährt G. Tiemann so: Hingehen, neugierig sein, Fragen stellen! Indem er Veränderungswünsche und Kritiken von Teilnehmern aufnimmt und in der Gruppe der IV diskutiert, selektiert und bündelt, sie an die Geschäftsstelle für Wissenschaftliche Weiterbildung weitergibt kann er zu Verbesserungen beitragen.

G.Tiemann nimmt selbst an folgenden Veranstaltungen an der Uni Bielefeld teil:

Vorlesungen: Philosophie, Psychologie und Soziologie, Arbeitsgemeinschaft: Erneuerbare Energien,  Philosophischer Gesprächskreis

 

Karin Wickel

Frau Wickel engagiert sich auch in der AG „Schreibwerkstatt“ bei Studieren ab 50 und wurde dort auf die Interessenvertretung aufmerksam gemacht. Sie freut sich, wenn sie "Neuzugängen" hilfreich mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Besonders interessant ist für sie, dass Brücken von Uni zu Uni durch Besuche in Magdeburg /Uni oder Bremen/Uni geschlagen werden.

Hier konnte man sich über gemeinsame Ziele und Wünsche austauschen. Frau Wickel nutzt die 2 - 3 Treffen im Restaurant Westend ("Westend-Treff"), um in Kontakt mit anderen Studierenden ab 50 zu kommen. Hier kann jeder teilnehmen und sich informieren, z.B. über Vorlesungen, Seminare und Arbeitsgemeinschaften, die teilweise von den Studierenden selbst organisiert werden. Von der IV können dann Erfahrungen übermittelt werden. Dabei ist sie der Überzeugung, dass auch bei Studieren ab 50 die digitale Entwicklung die Zukunft sein wird. Über die 18 AG’s informiert sie sich einmal über das Vorlesungsverzeichnis ( "rote Buch" )im entsprechenden Semester, zum anderen durch das Internet und auch durch Gesprächskontakte. Ihrer Meinung nach sollte die IV den Gasthörern von Studierenden ab 50 alle studentischen Belange übermitteln und Schnittstelle zur Kontaktstelle Wissenschaftliche Weiterbildung darstellen. Um dies zu erreichen trifft sich die „Interessenvertretung Studieren ab 50“ regelmäßig, um evtl. Änderungen oder neue Ideen vorzubringen und anschließend in dieser Gruppe zu diskutieren. Zur Zeit liegt ihr Hauptaugenmerk auf "Literatur", und sie arbeitet aktiv in der Arbeitsgruppe "Schreibwerkstatt" mit, möchte aber zukünftig sich auch der Philosophie zuwenden.

 

Ursula Landwehr

Bereits vor einigen Jahren habe ich die Wichtigkeit der Interessenvertretung der Studierenden ab 50 erkannt und wurde zur Mitarbeit aufgefordert. Sie besteht darin, den Neuankömmlingen behilflich zu sein und ihr Fragen zu beantworten, die Kommunikation zu fördern. Die IV agiert nicht nur in der Uni Bielefeld, sondern sie bewahrt den Kontakt zu anderen Universitäten z.B. Magdeburg und Bremen. Der Austausch begann gleich nach der Wende seit 1991 mit gegenseitigen Besuchen. Die Begegnungen sind immer in der Diskussion lebhaft und aufschlussreich.

Das Treffen im Restaurant „Westend“ bietet allen Studierenden die Möglichkeit ihre Erfahrungen über Studieren ab 50 mitzuteilen. Vier Mal im Semester finden diese Begegnungen statt. Die IV sucht auch den Kontakt zu den jungen Studierenden um sich auszutauschen. Die digitale Entwicklung ist auch für die älteren Menschen von Bedeutung und lässt sich nicht mehr wegdenken. Auf der Info-Börse zu Beginn des Semesters treffen sich die Arbeitsgemeinschaften zur allgemeinen und differenzierten Auskunft. Die IV ist Auskunftsstelle für die Studiengänge und dient der allgemeinen Kommunikation. Dazu gibt es einmal im Jahr ein Treffen mit dem Rektor der Universität. Vorschläge und Kritik werden ernst genommen und tragen zur Veränderung bei. Ich bin Sprecherin der AG Schreibwerkstatt. Die AG arbeitet ernsthaft und erfolgreich. Eine neue Publikation „ Unter einem Hut“ wurde erstellt.

Christel Wiemers

Da ich mit einer Freundin, Monika Schäffer, eine selbstorganisierte Arbeitsgemeinschaft an der Uni / "Studieren ab 50" leite, ist es für mich wichtig, in der Interessenvertretung mitzuarbeiten. Berichte von Aktivitäten, die Zusammensetzung der Interessenvertretung, Planungen für das kommende Semester werden im Blog: www.kurz-geschrieben.de veröffentlicht.

Ich bin zum Sommer Semester 2017 in die IV gewählt worden und hatte bereits interessante Begegnungen in der Uni / Bremen und der Uni / Magdeburg. Über die AG: Blog komme ich mit einigen Studierenden in Kontakt: als Mitglieder der Redaktion, im Gespräch im Westendtreff, aber auch in Uni-Halle, was mir großen Spaß macht. Der manchmal auch kontroverse Gedankenaustausch ist anregend und förderlich für unsere Arbeit. Dabei ist im Blog die digitale Entwicklung ausschlaggebend für die Mitarbeit: mit Mailkontakt, Bildbearbeitung, Blogarbeit und Interneterfahrung arbeiten wir zusammen. Auch die Interessenvertretung ist digital in der Uni vernetzt, und wer sich da nicht weiterbildet hat weniger Teihabe am Uni-Geschehen und wie auch im Allgemeinen. Von den anderen AG's erfahre ich in der Info-Börse zu Beginn des Semesters, wenn sie sich dort präsentieren. Am Studium nehme ich besonders im Fach Geschichte teil, ein unerschöpflicher Themenbereich!

Brunhilde Schulz

Wer zu neuen Ufern will, darf das Meer nicht fürchten (Ovid)

Seit dem Wintersemester 2011 nehme ich an Lehrveranstaltungen 50+ der Uni Bielefeld teil. Meine Schwerpunkte: Linguistik und Literaturwissenschaften (Vorlesungen / Seminare), Philosophie (Vorlesungen/Seminare), Schreibwerkstatt . Was mich antreibt, ist der Wunsch über den eigenen Tellerrand zu schauen. Auf die Interessenvertretung wurde ich aufmerksam durch eine Studienkollegin aus der Schreibwerkstatt.

 Die Arbeit in der Interessenvertretung ist thematisch vielfältig, und wird in Kooperation mit der Kontaktstelle "Wissenschaftliche Weiterbildung" geleistet. Neben der inhaltlichen Abwechslung bin ich neugierig auf die Studierenden, die ich während eines Seminars, beim Kaffee trinken am Stehtisch in der Uni-Halle oder im Hörsaal vor Beginn der Vorlesung, kennenlerne. Im direkten Gespräch erfahre ich, wie sie ihren Universitätsalltag erleben. Neugierig bin ich auch auf Begegnungen mit den „Neuzugängen“ im Restaurant Westend. Das „Westendtreffen“ findet einmal im Monat statt, und wird von Frau Jahn und mir vorbereitet. Es macht mir Freude, auf Fragen, Interessen und Belange der Studierenden beratend einzugehen. Lob, Kritik und Vorschläge im Zusammenhang mit dem Studium leite ich an die Interessenvertretung weiter. In regelmäßigen Sitzungen setzen wir uns mit den Anliegen der Studierenden auseinander und suchen nach geeigneten Lösungen. Ich bin beeindruckt von den Treffen mit der Seniorenakademie in Bremen und der Universität Magdeburg, die regelmäßig stattfinden, um Informationen, Erfahrungen und Anregungen auszutauschen. Diese Kontakte sind für mich eine große Bereicherung und ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit in der Interessenvertreteung. Im eKVV finde ich Informationen zum aktuellen Lernangebot der 18 AG's. Hilfreich sind aber auch für mich Tipps und Erfahrungen von anderen Studierenden. Welche Bedeutung die zunehmende Digitalisierung für das Lern- und Lebensumfeld der Studierenden hat, kann ich nicht beurteilen. Für mich sind die digitalen Medien aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken, da sie mein Leben erleichtern, bereichern und meinen Horizont erweitern.

Cornelia Jahn

Cornelia Jahn wohnhaft in Rheda-Wiedenbrück engagiert sich seit Sommersemester 2015 in der AG Schreibwerkstatt, auf die sie durch die Leiterin Ursula Landwehr aufmerksam gemacht wurde. Seit dem Sommersemester 2017 ist sie auch in der Interessensvertretung Studieren ab 50 an der Universität Bielefeld tätig. Während ihrer Arbeit als Groß- und Außenhandelskauffrau im elterlichen Betrieb und der anschließenden Kindererziehung war es ihr nicht möglich ein Studium aufzunehmen. Daher ist sie besonders interessiert daran auch unter dem Stichwort „lebenslanges Lernen“ sich im Alter weiterzubilden.

An der Universität Bielefeld ist Frau Jahn vor allem an dem gedanklichen Austausch mit den Kommilitonen und an der Weiterbildung in ihren Interessensgebieten der Literatur und Kunst interessiert. Zudem leitet Frau Jahn mit Frau Brunhilde Schulz seit dem Wintersemester 2017 das M6 Treffen, welches monatlich im Semester stattfindet. Dieses Treffen nehmen neue Studierende ab 50 wahr, um sich über das Studium und seine Organisation zu informieren. Darüber hinaus können sich die angehenden Studierenden im „roten Buch“, welches auch im Internet zu finden ist, eingehend über die 18 angebotenen AGs und die zirka 300 Seminare informieren. Der erste Kontakt bei dem M6 Treffen dient neben dem Informationsaustausch auch dazu sich auf menschlicher Ebene besser kennenzulernen.
Der Austausch über die Grenzen der Universität Bielefeld wie zum Beispiel mit der Universität Bremen und Magdeburg bereiten Frau Jahn große Freude. Dies hilft dabei, die jeweils unterschiedlichen Rahmenbedingungen für die Studierenden ab 50 an den Universitäten zu verstehen.
Im September 2017 feierte die Universität Bielefeld das 30-jährige Bestehen der selbstorganisierten Arbeitsgemeinschaft von Studieren ab 50.