Die regelmäßigen Zusammenkünfte der Interessenvertretungen STUDIEREN AB 50 der Universitäten Bielefeld und Magdeburg sind inzwischen eine gute Tradition. Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Interessenvertretungen zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch. Und natürlich gehört dazu auch, die über die Jahre gewachsenen persönlichen Verbindungen weiter kontinuierlich zu pflegen und zu erhalten. In diesem Jahr waren die Bielefelder Gäste der Interessenvertretung Magdeburg. Nach dem Empfang auf dem Magdeburger Hbf. fand die Begrüßung durch die Mitglieder der Interessenvertretung und Teilnehmern des Programms STUDIEREN AB 50 in der Magdeburger Universität statt.IMG_5758
Es folgten die Vorstellungen einzelner Projekte, die in den Arbeitsgemeinschaften von STUDIEREN AB 50 aktuell erstellt werden.Die AG „Ran an die Medien“ hat in Kooperation mit der Universität Leipzig eine Video Dokumentation erarbeitet, zum Thema: verändertes Bezahl- Verhalten durch bargeldloses Begleichen von Kleinbeträgen per Chipkarte oder Mobiltelefon. Hauptakteurin in dieser Dokumentation ist eine Seniorin, die mit Hilfe ihres Mobiltelefons an einem technisch ausgestatteten Parkautomaten ihre Parkgebühr bargeldlos begleichen kann.
Die AG „ Schreibwerkstatt“ Magdeburg informierte über Methoden und thematische Aspekte des Schreibens, sowie der Veröffentlichung der erstellten Manuskripte. Der Erfahrungsaustausch über Aktivitäten der AG „Schreibwerkstatt“, Bielefeld ist für die Diskussionsteilnehmer stets von besonderem Interesse. In der AG „Wissend Wandern“ haben die Teilnehmer Gelegenheit, die Kulturentwicklung sowie die Geschichte der Stadt Magdeburg und des Umlandes wandernd zu erleben. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl bestehen zur Zeit drei Wandergruppen.

Die Universität Magdeburg hat parallel mit der Universität Hannover eine Befragung von Gasthörenden und Regelstudierenden im Anschluss an das Sommersemester 2014 durchgeführt. Thema der Umfrage: Teilnahmemotive an Studieren ab 50 aus der Sicht der Gasthörenden und der Regelstudierenden. Im Ergebnis zeigten sich unabhängig voneinander in Hannover und Magdeburg nahezu deckungsgleiche Resultate. Als Hauptmotive wurden genannt: „geistig fit bleiben“, „Allgemeinbildung erweitern“ sowie „eigene Bildungsinteressen befriedigen“. Abweichungen zwischen den verschiedenen Studierendengruppen gab es bei dem Motiv „Andere Ansichten und Menschen kennenlernen“. Hier hatten die Senior – Studierenden eine höhere Präferenz. Bei den Motiven „Auf Hochschulniveau weiter-bilden“ und „Einen Jugendtraum erfüllen“ lag der Schwerpunkt bei den Regel-studierenden. IMG_5744
IMG_5744Die Einrichtung Weiterbildung – Studieren ab 50 der Uni Magdeburg unterhält neben der Zusammenarbeit mit den Universitäten Leipzig und Hannover auch eine Kooperation mit der Universität Groningen NL. Hier findet der Informations- und Erfahrungsaustausch im Rhythmus von zwei Jahren statt.
Weitere Diskussionspunkte bezogen sich auf die Aktivitäten der verschiedenen Vereinigungen wie EFOS – Europäische Vereinigung älterer Studierender – BAGWIWA – Bundesarbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Weiterbildung – sowie DENISS – Deutsches Netzwerk der Interessenvertretungen der Senior-Studierenden.
Ein Fotobuch, als Gastgeschenk an die Magdeburger übergeben, informiert in einer kleinen Rückschau über die bisherigen Zusammenkünfte. (sh. Datei)

Während des gemeinsamen Mittagessens hatten die Teilnehmer Gelegenheit, zu einem ganz persönlichen Gedankenaustausch,IMG_5797 und konnten einzelne Themen aus der vorangegangenen Diskussion weiter vertiefen.(sh.Foto)

Höhepunkt des Nachmittags war dann der Besuch des Hundertwasser-Hauses, Magdeburg, dass die offizielle Bezeichnung „Grüne Zitadelle trägt,Magdeburg-Treff 2015 (3) und inzwischen zu einem Wahrzeichen der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt geworden ist.

Nach nur zwei Jahren Bauzeit wurde die Grüne Zitadelle von Magdeburg am Oktober 2005 fertiggestellt und feiert somit in diesem Jahr seinen 10. Geburtstag.Magdeburg-Treff 2015 (2)Neben einzelnen Wohnungen in unterschiedlichen Größen gibt es diesem Haus ein Hotel, verschiedene Fachgeschäfte, Restaurants, ein Kultur- und Dienstleistungs-zentrum, sowie einen Kindergarten. Und auch Brautpaare können sich über den Dächern von Magdeburg das JA-Wort geben. Magdeburg-Treff 2015 (9)Nach diesem interessanten und eindrucksvollen Tag folgte der Verabschiedung am Magdeburger Hbf. und die Heimreise nach Bielefeld.

Hans Otto Geertz