Lebensgestaltung in wechselnden Zyklen

Es soll hier die  Malerin  Antonia Schaffrien und das   Frauenkunst-

forum – OWL e.V. hier vorgestellt werden. 

Antonia Schaffrien

Nach einem wechselvollen Berufsleben in sozialen und pädagogischen Berufen als Erzieherin, Lehrerin und Referentin  ist Antonia Schaffrien seit 2003 freischaffende Bildende Künstlerin. Sie hat auch in ihrer beruflichen Zeit nebenbei ihr künstlerisches Schaffen als wichtigen Aspekt ihres Lebens  hochgehalten. Alle Erfahrungen ihres Berufslebens flossen in ihre Werke ein. Sie erfuhr unterschiedlichste Ausbildungen in Bildhauerei, Malerei und Aktmalerei durch Lehrende der Kunstakademie Dortmund und Düsseldorf, Grafiklehrgang in Frankfurt, Kunsttherapie in Münster, und sie nahm an Sommerakademien in Soest und Schieder-Schwalenberg teil. Als Dozentin für plastisches Gestalten wirkte sie an der VHS in Iserlohn/MK und in Olsberg/HSK.

Antonia Schaffrien beteiligte sich an vielen Gemeinschaftsaus-

stellungen und  zeigte in mehreren Einzelausstellungen ihre Werke, z.B.:

1985 Olsberg/HSK     

1990-2003 Münster/W., ab 2005  u a. in Bielefeld, Gütersloh, Detmold, Berlin  

1999 Galerie Alte Schmiede, Gronau-Epe,

 2004 Cafe Weltbühne, Münster/W.

2007 Galerie im Bezirksamt Bielefeld-Jöllenbeck   

 2008 Brackweder-Kulisse, Bielefeld           

2010 Galerie DKV-Residenz, Münster/W.

 

Aktuell sind in der Ausstellung des Künstlerinnenforums-OWL „Akrobatinnen des Lebens-Historische und literarische Frauengestal-

ten“, die vom 13.01. -21.05.2013 im Haus der Stille (Am Zionswald 5, 33617 Bielefeld) stattfindet, unter anderen Werke von Frau Schaffrien zu sehen. Sie interpretiert dort ein Gedicht von Else Lasker- Schüler:

 

Mein blaues Klavier

                               

Ich habe zu Hause ein blaues Klavier Blaues Klavier 1

Und kenne doch keine Note.

Es steht im Dunkel der Kellertür,

Seitdem die Welt verrohte.

 

Es spielen Sternenhände vier

Die Mondfrau sang im Boote-

Nun tanzen die Ratten im Geklirr.

 

Zerbrochen ist die Klaviatür…..

Ich beweine die blaue Tote.

 

Ach liebe Engel öffnet mir

-Ich aß vom bitteren Brote-

Auch  wider dem Verbote.

 

Das „künstlerinnenforum-owl e.V.“  wurde durch eine gemeinsame Initiative von Künstlerinnen, Gleichstellungsstellen aus OWL und Frauen an der Universität Bielefeld angeregt und am 21.Mai 2000 von über 100 Frauen – Künstlerinnen aller Sparten, Frauen in Kulturberufen aus ganz OWL-  als regionales Netzwerk gegründet. Seit 2002 ist es als gemeinnütziger Verein anerkannt. Ihre ca.175 Mitglieder sind Künstler-

 innen aller Sparten, Wissenschaftlerinnen, Ausstellungsmacherinnen, Kunstpädagoginnen. Es ist das größte regionale und interdisziplinierte Netzwerk von Frauen in Kunst und Kulturberufen in NRW.

Ihre Ziele (Auswahl) sind:

·       –  Entwicklung einer Plattform für Austausch, Information und  Weiter- qualifizierung- spartenübergreifend, interkulturell und künstlerisch-pädagogisch

·        –  Vernetzung von Künstlerinnen und Frauen in Kulturberufen  Verbesser-

·        ung der ökonomischen Existenzsicherung von regionalen Künstlerinnen

    –  Stärkung der öffentlichen Präsenz von Künstlerinnen und Frauen in Kulturberufen durch gemeinsame Aktionen/Projekte und Präsenta-tionen – lokal, regional und überregional

·        –  U.v.m.

Das kf-owl arbeitet in Projektgruppen und Arbeitsgruppen. Es gibt die „AG- Archiv“, die „AG migrArte“ und die „AG paedkunst-pädagogische Kunst“. Das Projekt „ein-seh-bar – sichtbares Künstlerinnenarchiv OWL“ und die Aktion 10X10X10 sind dem AG- Archiv zugeordnet. Die Projektgruppe WIR wurde 2010 gegründet um Ausstellungsvorhaben zu realisieren.

Ein-seh-bar – sichtbares Künstlerinnenarchiv owl (es gibt eine CD-ROM):

Dieses Archiv umfasst inzwischen über 300 Archivkästen historischer und zeitgenössischer Künstlerinnen aus der Region und ist als Dauerausstellung, die sich ständig verändert und weiterentwickelt, in der Stadtbibliothek Bielefeld seit Juni 2002 untergebracht. Zur ein-seh-bar gehört von Beginn an die Aktion 10X10X10 – serielle Arbeiten und Multiples in einer Auflage von 10 Stück im Format 10X10cm. Dies Originale von der in ein-seh-bar vertretenen Bildenden Künstlerinnen können zum Einheitspreis von 30€ erworben werden. 63 dieser Originale wurden in die Artothek des Bielefelder Kunstvereins aufgenommen.

Internet: www.frauenkunstforum-owl.de,

Büro Stapenhorststr.73   

Zum Thema „Marie Curie und ihr Leben“ entstand das Bild „Pechblende“ von Antonia Schaffrien. Es interpretiert die Entdeckung von Pollonium und Radium.

Pechblende 

                                                                                                                                                                                   Christel Wiemers