Tragödie einer Japanerin in zwei Aufzügen

Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa  // in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Das Phänomen der Geishas ist ein diffuses: In einer von Männern dominierten Welt zaubern sie die feine Magie der Poesie in die
japanische Gesellschaft – mit Raffinesse, Etikette und in künstlerischer Formvollendung. In dieses verklärte und für Europäer verstörende Bild einer Frauenkultur pflanzt Puccini eine tragische Liebesgeschichte, die zu den berühm- testen, doch gleichfalls bedrückendsten und fatalsten der Opernliteratur zählt: Die junge Geisha Cio-Cio-San erblüht in Liebe zu einem Amerikaner, träumt von der Freiheitskultur des Westens, entledigt sich ihrer religiösen Verwurzelung und hofft auf ein Leben, das nur Traum sein kann.
Die Tragik der Geschichte liegt nicht nur in den kulturellen Unterschieden, vielmehr sucht Puccini nach der Radikalität der Liebe im Wesen Butterflys und führt vor, wie weit eine Frau für die Liebe zu gehen bereit ist, wie sie ihre Identität und ihr ganzes Sein dem erhofften Gegenüber verschreibt, um schlussendlich an der eigenen Tugend zu scheitern … Und doch ist sie die Wurzel einer Idee von Emanzipation.

Stadttheater Bielefeld
Bühne
Christian Wiehle
Kostüme
Gabriele Jaenecke
Dramaturgie
Daniel Westen
Mit Evgueniy Alexiev/Frank
Dolphin Wong // Nohad
Becker/Melanie Forgeron // Yun
Geun Choi // Mark Coles //
Patricia Forbes // Lianghua Gong
// Tae Woon Jung // Yoshiaki
Kimura/Moon Soo Park // Eteri
Kochodze-Büttemeier // Lutz
Laible // Soojin Moon // Daniel
Pataky // Elena Schneider //
Paata Tsivtsivadze // Bielefelder
Opernchor // Statisterie //
Bielefelder Philharmoniker

Christel Wiemers