MEIN LEBEN

Peter Scholl-LatourSein Vermächtnis: das letzte Buch aus der Feder des legendären Journalisten. Peter Scholl-Latour war zeitlebens ein Weltreisender. Als Journalist und Publizist hat er sich immer wieder in Kriegs- und Krisenregionen begeben, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen und aus erster Hand darüber zu berichten. Mit »Der Tod im Reis- feld« schrieb er eines der erfolg – reichsten deutschen Sachbücher; bis ins hohe Alter waren seine Analysen zu Konflikten und aktuellen Entwick – lungen gefragt. Die Niederschrift seiner Autobiografie, die sein letztes Werk werden sollte, hat er lange hinausgeschoben. Peter Scholl-Latour gibt hier zum ersten Mal private Einblicke in sein Leben.
Er berichtet über seine Kindheit in Bochum, seine Internatszeit während der NS-Zeit im Schweizer Jesuitenkolleg, seine Jugend als »Mischling ersten Grades« in Kassel und Berlin und seine Gestapo – haft in Graz und Prag in den letzten Kriegsmonaten. Er blickt zu – rück auf seine Zeit als Soldat in Indochina, seine ersten journa – listischen Abenteuer. Und immer wieder spannt Peter Scholl-Latour den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, reflektiert Erlebnisse und Begegnungen vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen.
Peter Scholl-Latours Autobiografie ist nicht nur die packend geschriebene Lebenserzählung eines großen Journalisten, sie vergegenwärtigt auch ein halbes Jahrhundert Zeitgeschichte. An diesem Vermächtnis an seine Leserschaft hat er bis kurz vor seinem Tod gearbeitet. Seine Erinnerungen bleiben unvollendet, abgeschlossen wurde nur der – vorliegende – erste Teil der Erfahrungen und Erlebnisse dieses außergewöhnlichen Journalisten.

Die Fortsetzung – vom amerikanischen Vietnamkrieg bis heute – hatte Peter Scholl-Latour in Stichworten skizziert, aber nicht mehr ausarbeiten können.


Peter Scholl-Latour
Mein Leben, Autobiografie
448 Seiten, 24,99 €
C. Bertelsmann Verlag
ET: 2. November 2015
C. Bertelsmann Verlag

 

Christel Wiemers