Dazu habe ich einige Gedankenanstöße:

Der jetzige Pferdefleischskandal ist ja nur die Spitze des Eisbergs und durch Zufall an die Öffentlichkeit gekommen. Seit Jahren wird diskutiert – man solle, man möge, man mache etc.—, aber es passiert nichts!! Der Verbraucher wird weiterhin betrogen. Um dieses zu verhindern, müssen die Inhalte der Produkte deklariert werden, wir brauchen eine detaillierte Qualitätsinformation, aber das wird aus Profitgier nicht gemacht, die Lobby der Lebensmittelbranche ist zu mächtig und die Politik hält nicht dagegen.
Denke, nun sind auch die Verbraucher in der Pflicht, indem sie sich zusammenschließen und ihre eigene *Verbraucher-Lobby* gründen, denn der Verbraucher hat die größte Macht, dieses zu ändern.
Wichtig ist aber auch, daß „versteckte Zutaten“, wie z.B. in Nudelgerichten und Gebäckwaren es die Eier sind, die wahrhaft aus *Käfighaltung* kommen, nicht aufgeführt werden, auch hier muß Klarheit für den Verbraucher geschaffen werden!
Ebenso muß verhindert werden, daß eine *Elitendebatte* entsteht, denn die wenigsten können es sich finanziell erlauben, langsam gewachsenes Biofleisch vom Herstellerhof zu kaufen; a) wohnen viele nicht in der Nähe eines solchen Hofes, b) kann nicht jeder 60,– € für ein Kilo Fleisch bezahlen.
Auch sollte sich der Verbraucher darauf besinnen, wieder selbst zu kochen, saisonale Lebensmittel zu verarbeiten und kreativ zu sein. Gleichzeitig müssen die Heranwachsenden ans Selbstgestalten in der Küche herangeführt werden, kochen macht Spaß und Selbstkochen ist nicht teurer.
Auch sollte man darüber nachdenken, in den Schulplan das Fach: „Ernährungswissenschaft und Kochen“ zu integrieren, das lockert den Unterricht auf, die Kinder können praktisch arbeiten und erleben, was man mit Gemüse, Obst, Getreide, Fleisch (selten) u.v.a. alles kreieren und ernährungswissenschaftlich auf den Tisch bringen kann. Das lehrt auch, mit einem kleinen Budget umgehen zu lernen und zu haushalten.

Eure Carla