Tja, Ihr lieben Leserinnen und Leser, könnte man nicht täglich zum Wut-Bürger mutieren?
Wenn man das Radio einschaltet, wenn man online ist, viele Beiträge der Medien machen mich wütend, denn es wird geredet und geredet….
Da wir uns ja im Wahljahr befinden, wird nicht nur noch mehr geredet, nein, es wird *ver*sprochen, diese *Ver*sprechen werden seitenlang verschriftlicht, es geht um mehrstellige Milliardenbeträge, aber das „Kleingeschriebene“ sagt aus: Wenn kein Geld da ist, dann passiert eben wieder NICHTS.

Hier mein erster Wutbeitrag:

Es wird davon geredet, daß man die Arbeitslosigkeit der europäischen, gut ausgebildeten   Jugend mindern bzw. beheben muß, man holt z.B. Spanier ins Land, aber warum sorgt man sich nicht erst einmal um unsere jungen Menschen?In einem zeitnahen Artikel „Warten auf digitales Zeitalter bei der Studienplatzvergabe“ wird detailliert erläutert, daß man sich sehr wenig darum schert, daß unsere Abiturientinnen und Abiturienten einen Studienplatz bekommen, denn es bleiben Jahr für Jahr viele tausend Studienplätze frei, obwohl ein neues Portal dieses organisierte Chaos beenden sollte. Jetzt ist es online, wird aber von den Hochschulen nicht genutzt.
Das „Dialogorientierte Serviceverfahren“ (DoVS) kam über viele Semester nicht zum Tragen, auf diese Weise blieben vor zwei Jahren **17.000** Studienplätze unbesetzt. Das Bewerbungs- bzw. Nachrückverfahren an den Hochschulen ist so unübersichtlich und differenziert in den verschiedenen Studiengängen, so daß in NRW die Bewerbungen des doppelten Abiturjahrgangs **händisch** bearbeitet werden wie vor der „digitalen Revolution“.Der Schwarze Peter wurde früher zwischen den Beteiligten, dem Software-Entwickler Hochschulinformationssystem, der Hochschulrektorenkonferenz, Hochschulstart.de sowie den Landes- und Bundeswissenschaftsministerien hin- und hergeschoben. Die Verantwortlichen lassen es geschehen, schauen zu.
Wie kann das sein?
Man kann doch nichts mit der modernsten Software verändern, wenn an vielen Hochschulen die Software veraltet ist? Aber man verinnerlicht überhaupt nicht, daß man auf diese Art und Weise unsere jungen Menschen an ihrer Weiterbildung hindert, sie demotiviert, ja sogar deren berufliche Chancen zunichte macht. Kann man da nicht zum „Wutbürger“ werden?
Will es mal lassen, denn „Wut“ ist keine gute Beraterin und macht außerdem noch häßlich… und das will ich auf gar keinem Falle werden…
In diesem Sinne

liebe Grüße von EURER CARLA