Am 12. September 2019 kommt das Brandenburger Künstlertrio Katharina Burges, Torsten Gränzer und Göran Schade nach Bielefeld,

Die Ursprünge von Torsten Gränzer und Katharina Burges sind sehr verschieden und verwurzelt im Dreck des Punks und der Direktheit des Rocks auf der einen, und in der Feinfühligkeit des Jazz und der Eleganz der Klassik auf der anderen Seite. In der Empfindsamkeit ihrer Themen jedoch werden sich die Künstler sehr ähnlich und überwinden damit sowohl musikalische, als auch kommunikative Barrieren.
Innerhalb kürzester Zeit entstanden Werke, in denen die Musiker den gelebten Irrsinn der Menschheit darstellen, in denen sie nächtliche, albtraumhafte Bilder erleiden oder die Halluzinationen eines Entzuges beschreiben. Der inneren Zerrissenheit folgen Momente der Akzeptanz des eigenen Seins, um dann doch wieder in den Kampf gegen die Unzulänglichkeiten der Menschheit zu ziehen. Dennoch ist es kein ausschließlich düsteres Programm, das die Künstler erarbeitet haben, sondern auch ein hoffnungsvolles, in dem persönliche Krisen und gesellschaftliche Missstände einerseits auf zornige, nachdenkliche und wehmütige, andererseits aber auch auf sehr liebevolle Weise durchlebt werden.
„Ich bin der Meinung, dass diese Inhalte jeden Menschen betreffen und auf die Bühne gehören!“ erklärt Katharina Burges ihre Intention, sich mit ihrem ganzen Seelenleben den Texten Gränzers zu widmen und dazu neue Kompositionen zu erschaffen. „Mit diesem Programm geben wir uns selbst einen Raum zur Befreiung und laden gerne das Publikum ein, dabei zu sein. Denn gemeinsam lassen sich diese Momente besser erleben“, fügt Gränzer hinzu.
Als großes Glück beschreiben beide, dass sie mit ihren Inhalten den Musiker Göran Schade zu einer Zusammenarbeit begeistern konnten. „Wenn ich komponiere, dann habe ich am Klavier nur 88 Tasten zur Verfügung, aber im Kopf klingt ein ganzes Orchester. Göran ist dieses Orchester …“ Mit diesen Worten übertreibt Katharina Burges keinesfalls, sorgt doch Göran Schade, der einst mit der Komischen Oper auf Welttourneen gewesen ist und mit Stars wie Leonard Bernstein und Roger Waters gearbeitet hat, mit seinem ideenreichen und vielfältigen Perkussions-Spiel, seinen partiell eingesetzten elektronischen Sounds und seinen Ausflügen zum Klavier für einen beeindruckenden, die Kompositionen und Texte entsprechend stimmig umrahmenden Sound.
In der halbszenischen Bühnenumsetzung verwirklicht sich Katharina Burges am Piano und mit klassischem und modernem Gesang, während Torsten Gränzer in rezitativen und musikalischen Text-Interpretationen gedankliche Impulse gibt. Die Stücke bewegen sich dabei zwischen Tango und Blues, zwischen Pop und Jazz, zwischen Klassik und Avantgarde, können aber nie ausschließlich als das eine oder andere eingeordnet werden. Auch können sie von Abend zu Abend variieren und immer wieder anders erlebt werden. „Wir spielen die Stücken immer so, wie wir sie gerade empfinden und bis jetzt hat das jedes Mal etwas mit uns gemacht …“, wird von allen die gelungene Symbiose dreier sehr unterschiedlicher Musiker beschrieben, die sich freuen, nun auch in Bielefeld zu Gast zu sein.
Infos:http://www.jenseitsschillernderwelten.de