Das inzwischen traditionelle Treffen der Interessenvertretungen Bielefeld und Magdeburg fand in diesem Jahr in der Universität Magdeburg statt. Nach dem Empfang auf dem Magdeburger Hauptbahnhof folgte die Begrüßung aller Teilnehmer anschließend in der Universität. Im Mittelpunkt des Treffens steht immer der Informations- und Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern der beiden Interessen-vertretungen.

Der Fachbereich STUDIEREN AB 50 an der Universität Magdeburg wurde in diesem Jahr organisatorisch und personell neu strukturiert. Die Leitung und Verantwortlichkeit für STUDIEREN AB 50 hat Dr. Antonio Roselli übernommen. Für das Studienprogramm hat sich die Zuordnung verändert, es ist jetzt Teil des Zentrums Wissenschaftliche Weiterbildung. Neben Ringvorlesungen bildet das Thema Bauhaus im Jahr 2019 einen Schwerpunkt im Programm des Sommersemesters. Die Interessenvertretung von STUDIEREN AB  50 Magdeburg ist Mitglied bei EFOS, der Europäischen  Vereinigung älterer Studierender an den Universitäten, und ist aktiv eingebunden in das Projekt SELID ( Seniors Learning in the Digital Society). Überhaupt hat das Lernangebot für Ältere in Zeiten von Internet und Social Media immer mehr an Bedeutung gewonnen. In der Diskussion der Mitglieder beider Interessenvertretungen sind die Arbeiten und Erfahrungen in beiden Schreibwerkstätten von besonderem Interesse für die Teilnehmer. Geschichten, Gedichte und Essays wurden vorgestellt und sind Beispiele für den Erfahrungsaustausch und den Empfehlungen die daraus resultieren.

Im Verbund mit der Uni-Klinik für Neurologie werden verschiedene Forschungsprojekte auf dem Gebiet des selbstbestimmten Alterns durchgeführt. Vorgestellt wurden die im Forschungsverbund „Autonomie im Alter“  geplante drei Förderphasen:

  • Körper und Alter
  • Technik und Alter
  • Interaktionen und Alter

Die Förderperiode für diese Forschung ist befristet bin zum Jahr 2022, beinhaltet insgesamt  19 Einzelprojekte und wird mit einem Aufwand von 20 Mio. Euro gefördert.

Die Aktivitäten und Ereignisse der Universität Bielefeld waren naturgemäß für die Magdeburger Gastgeber von besonderem Interesse. Im Mittelpunkt der Information und Diskussion stand das besondere Ereignis des Jahres 2019 für die Universität Bielefeld: das 50-jährige Jubiläum der Universität. Mit Aktivitäten aus den kulturellen, sportlichen und sozialen Bereichen der Universität sowie mit zahlreichen weiteren Veranstaltungen zusammen mit der Stadt Bielefeld wird dieses besondere Ereignis über das gesamte Jahr 2019 gefeiert und gewürdigt.Der strukturelle Aufbau sowie die Organisation von STUDIEREN AB 50 innerhalb der Universität Bielefeld waren ein weiterer Diskussionspunkt des Informations- und Erfahrungsaustausches. Vorgestellt wurden die Aktivitäten der Interessenvertretung, u.a. der sog. M 6 – Treff, der zum Ziel hat, die Information und Kommunikation mit den Gasthörern*Innen von STUDIEREN AB 50 zu fördern und zu intensivieren.

Nach der Mittagspause, in der vor allem in Gesprächen die persönlichen Kontakte verstärkt werden, folgte ein weiterer Höhepunkt: der Besuch und die Führung durch das erst im November 2018 fertiggestellte Dommuseum Ottonianum der Stadt Magdeburg. Für 3,6 Mio. Euro wurde die alte Reichsbank zum Museum umgebaut. Wo einst Geld aufbewahrt wurden sind nun Grabungsschätze zu finden. Im Eingangsbereich führt ein eigens dafür produzierter Filmbeitrag ein in die Stadtgeschichte von Magdeburg. Danach wurde das Zentrum der Stadt drei Mal nahezu vollständig zerstört:

  1. Stadtbrand im Jahr 1207,
  2. während des 30-jährigen Krieges ( 1618 – 1648) im Jahr 1631
  3. Ende des zweiten Weltkrieges im Jahr 1945

Mit Animationsfilmen und dem Einsatz modernster 3D-Technik wird der Dombau, der mehr als 300 Jahre dauerte, dargestellt. Eine echte Besonderheit ist das gemauerte Steingrab am Anfang der Ausstellung, ein Original aus der Zeit der Ottonen. Sehenswert auch die Darstellung der Bischofskleidung. Mit Mitra und Schuhen sind wertvolle Exponate im Original zu sehen.Nach dem Besuch des Museums und am Ende eines informativen Tages mit vielen interessanten Eindrücken folgte die Verabschiedung von den Gastgebern und die Heimreise nach Bielefeld.

gez. Hans-O. Geertz

25.09.2019