Das war das Thema der öffentlichen Veranstaltung des Seniorenrates am Donnerstag, 20.10.2022, im großen Saal des Neuen Rathauses. Die Veranstaltung war stark besucht; ca. 100 ältere Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bielefeld nutzen das Forum, um ihre Wünsche, Vorstellungen und auch Kritik zu äußern. 

In ihren Impulsvorträgen gingen die 3 Referenten neben den Angeboten der Stadt und der Sportvereine auch auf andere Initiativen für Ältere in der Stadt ein. So referierte Ingo Nürnberger, Sozialdezernet, u.a. zur Arbeit der ZWAR-Gruppen (Zusammenschluss älterer Menschen auf privater Ebene) und zu der Gruppe EFI (Erfahrungswissen für Initiativen älterer Menschen). Dr. Udo Witthaus, Kulturdezernet, ging besonders auf die Umwandlung der zentralen Stadtbibliothek einschl. der 8 Stadtteilbibliotheken zu gesellschaftlichen Treffpunkten für Jung und Alt mit Schwerpunkt „Austausch und Kommunikation untereinander ein“ ( Ziel:“Öffentliches Wohnzimmer“). Karl-Wilhelm Schulze vom Stadtsportbund zeigte die vielfältigen Angebote der Sportvereine für Ältere auf (u.a. „fit ab 50“) und hob besonders die noch jungen aber schon erfolgreichen Projekte „Sport im Park“ und „Quartiers-Spaziergänge“ hervor.

Anschließend hatten die Senioren/innen Zeit und Gelegenheit Ihre Anregungen verschiedenster Art bei den Mitgliedern des Seniorenrates anzubringen und darüber zu diskutieren. Um die Anliegen der Teilnehmenden festzuhalten, waren vom Seniorenrat 5 Stellwände geordnet nach den Arbeitskreisen aufgestellt worden.

Hier eine Auswahl aus den vorgebrachten Anliegen:

  • Mehr öffentliche Toiletten einschließlich Beschilderung
  • für E-Roller feste Abstellplätze, unberechtigt abgestellte E-Roller beseitigen
  • ÖPNV ausbauen, auch in ländlichen Strukturen, dichtere Vertaktung von Buslinien
  • Mehr Ruhemöglichkeiten (Bänke) in der Stadt, z.B. Bahnhofstraße
  • Aufklärung über altersgerechte Ernährung, Haushaltshilfen und Handwerkerdienste
  • Mehr barrierefreie Wohnungen für Menschen ab 60 Jahre.
  • Besuche von Theater und Museen nachmittags, Ermäßigung für Senioren/Innen
  • Ausweitung der Öffnungszeiten der Bürgerberatung
  • Fehlende Hausärzte und lange Wartezeiten auf Arzttermine
  • Bestehende Hilfsmöglichkeiten für Ältere müssen bekannter gemacht werden
  • Ehrenamtskarte: Rabattierungen beim ÖPNV und sonstige Vergünstigungen
  • Digitale Verwaltung: ja, aber auch analog
  • für Menschen mit Migrationshintergrund: Broschüre in mehreren Sprachen  „wo finde ich digitale Infos“

Der Seniorenrat bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung für die rege Teilnehme und sichert zu, dass die Anregungen,gleich welcher Art, in die Arbeit des Seniorenrates einfließen wird, um Bielefeld noch seniorenfreundlicher zu machen.

Iris Huber

Mitglied des Seniorenrates